Dem Schlachten ein Ende setzen – ein Dialog über Marxismus und Tierbefreiung

Tierrechtsgruppe Zürich Tierbefreiung Klassenkampf Antidot Marxismus und Tierbefreiung Assoziation Dämmerung Rotes Zelt UZ Pressefest

Bis heute ist die Forderung nach einem Ende der Tierausbeutung nur auf der Agenda der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung zu finden. Doch die historisch noch junge Bewegung verliert sich bisher in eifrigem Aktivismus und Konsumboykott und versäumt es, die Herrschaft des Menschen über die Tiere im Kontext der Klassenfrage zu verstehen und diese entsprechend zu beantworten. Die klassenkämpferische Linke hingegen ignoriert das gesellschaftlich produzierte Leiden der Tiere in ihrer Theorie und Praxis weitgehend. Viele KommunistInnen belächeln die Anliegen der TierausbeutungsgegnerInnen; einige reden sogar der Fleischindustrie das Wort – obwohl es kein einziges historisch-materialistisches Argument dafür gibt, das Leid der Tiere nicht ebenso abzuschaffen wie unser eigenes.

Die von der Tierrechtsgruppe Zürich herausgegebene Publikation „Dem Schlachten ein Ende setzen“ leistet einen Beitrag, die Kluft zwischen MarxistInnen und TierbefreierInnen zu verringern. Im Roten Zelt auf dem UZ-Pressefests 2016 der DKP soll im Gespräch zwischen einem Mitglied des Herausgeberkollektivs und einem der Autoren erläutert werden, warum eine Vereinigung von Marxismus und Tierbefreiung nicht nur politisch sinnvoll, sondern historisch notwendig und überfällig ist.

Veranstalter: Assoziation Dämmerung (Gesellschaftstheorie, Ideologiekritik, Klassenkampf), Hamburg

Mehr Informationen: rotes Zelt // UZ-Pressefest

Die Publikation „Dem Schlachten ein Ende setzen“ kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Fascism Inc.: Über den Zusammenhang von Faschismus und Kapitalismus

1. Mai 2016 Tierbefreiung Zürich Film Fascism Inc Vegan Cafe MaiDer Film “Fascism Inc” zeigt den heute wenig beachteten oder gar wegdiskutierten Zusammenhang zwischen dem Aufschwung des Faschismus und den Mechanismen der Kapitalakkumulation. Beginnend im Deutschland und Italien der 20er und 30er Jahre, wird anhand der deutschen Krupp-Familie oder den Agnellis, Alfa Romeo oder Pirelli in Italien exemplarisch aufgezeigt, wie Wirtschaftseliten den Faschismus direkt unterstützt haben, um sozialistische Bewegungen und Gewerkschaften zu zerschlagen.

Anschliessend geht der Film auf die historische und aktuelle Situation in Griechenland ein: die deutsche Besetzung, der anschliessende Bürgerkrieg und die Diktatur, bis hin zu den aufgezwungenen Austeritäts-Massnahmen. An allen Punkten findet sich das gleiche Muster: Wenn die Wirtschaftseliten das Vertrauen in das politische Establishment verlieren und Krisen ihre Profite bedrohen, dient ihnen der Faschismus dazu, die bürgerliche Herrschaft in ihrer brutalsten Form aufrecht zu erhalten.

Der Film aus dem Jahr 2014 wird im Rahmen der diesjährigen 1. Mai Kampagne der Tierrechtsgruppe Zürich gezeigt.

Wann: 6. Mai 2016
Wo: Infoladen Kasama, Zürich
Zeit: 19:00 vegane Vokü, 20:00 Film
Sprache: Originalton mit deutschen Untertiteln

Kämpferischer 1. Mai in Zürich!

1. Mai Tierrechtsgruppe Zürich McDonalds 2016 Tierbefreiung

1. Mai Vorfeld: Soliaktionen für den antifaschistischen Kampf in der Ukraine

Anlässlich des anstehenden zweiten Jahrestags des Massakers von Odessa vom 2. Mai 2014 und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, haben wir im Vorfeld des 1. Mai mit verschiedenen Aktionen unsere Solidarität mit dem antifaschistischen Kampf in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Am Bahnhof Hardbrücke in Zürich wurde ein Transparent gehängt. An verschiedenen Orten der Stadt wurden Stickers angebracht. Ausserdem haben wir eine Wandzeitung zum Krieg gegen die Bevölkerung im Donbass gekleistert.

1. Mai Tierrechtsgruppe Zürich 2016 Ukraine Solidarität Odessa

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Fast zwei Jahre sind seit dem Massaker in der Hafenstadt Odessa vergangen. Damals machte ein Mob ukrainischer Rechtsradikaler Jagd auf GegnerInnen des Kiewer Regimes. Als diese im Gewerkschaftshaus Zuflucht nahmen, wurde das Gebäude von den Faschisten in Brand gesetzt. Die Menschen, die versuchten den Flammen zu entkommen, wurde von den wartenden rechten Schlägern in Empfang genommen und misshandelt oder gar zu Tode getreten. Mindestens 46 Personen wurden bei diesem Anschlag getötet, zahlreiche weitere wurden verletzt oder gelten noch immer als vermisst. Bis heute hat keine wirksame Untersuchung des Verbrechens stattgefunden und die Täter laufen weiterhin frei herum. Die neoliberale Regierung in Kiew deckt die faschistischen Schergen, mit deren Hilfe sie beim Putsch im Februar 2014 an die Macht gekommen ist.

1. Mai Tierrechtsgruppe Zürich 2016 Ukraine Solidarität Odessa WandzeitungKrieg und faschistischer Terror

Auch gegenwärtig gehört faschistische Gewalt zum Alltag in der Ukraine. Jüngst ereignete sich etwa am 2. April ein rechter Übergriff auf einen Gedenkanlass zum Odessa-Massaker. Ukrainische Nationalisten verjagten die Hinterbliebenen und Freunde der Opfer, die vor dem Gewerkschaftshaus Blumen und Kerzen niederlegten. Als später Trauernde zurückkamen, wurde ein Mann durch die Explosion einer mit einer Sprengladung präparierten Grabkerze verletzt. Immer wieder kommt es zu solchen Angriffen der Schlägertrupps des Rechtens Sektors und anderer ultrarechter Organisationen auf Veranstaltungen und Personen, die nicht in den neuen politischen Kurs passen. Ziel des rechten Terrors sind insbesondere die russischstämmige Bevölkerung, Linke und antifaschistische Kräfte.
Gleichzeitig fordert der militärische Konflikt im Osten des Landes weiterhin seine Opfer. Die Kiewer Regierung führt mit Hilfe der USA und der EU einen blutigen Krieg gegen die Bevölkerung im Donbass. Unterstützung erhält die Ukrainische Armee dabei auch von faschistischen Paramilitärs wie dem Asow-Bataillon, das sich aus ukrainischen und ausländischen Rechtsradikalen rekrutiert. Dieser Krieg hat bereits mehreren tausend Menschen das Leben gekostet und die ArbeiterInnenklasse in Hunger und Armut gestürzt.

Solidarität mit dem antifaschistischen Widerstand!

1. Mai Tierrechtsgruppe Zürich 2016 Ukraine Solidarität Odessa StickerDer Krieg und die Faschisierung in der Ukraine bleiben jedoch nicht ohne Gegenwehr. In den Selbstverteidigungstruppen im Donbass kämpfen viele KommunistInnen und andere Linke. Zu nennen sind die Kommunistische Freiwilligeneinheit 404 und die am Vorbild der Interbrigaden des Spanischen Bürgerkrieges orientierte Organisation InterUnit. Diese Kämpferinnen und Kämpfer verstehen sich als AntifaschistInnen und streiten für einen gerechten Frieden. Aufgrund der Tatsache, dass die Linke hierzulande noch kaum Notiz vom antifaschistischen Widerstand in der Ukraine genommen hat, hat die Tierrechtsgruppe Zürich vor kurzem eine Broschüre zu dem Thema zusammengestellt.

Der Kampf gegen Faschismus ist ohne internationale Unterstützung nicht zu gewinnen. Tragen wir deshalb am 1. Mai – dem Kampftag der ArbeiterInnenklasse und Vortag des Jahrestags des Odessa-Massakers – die internationale Solidarität mit dem antifaschistischen Widerstand in der Ukraine auf die Strasse!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Kapitalismus!

Es lebe die internationale Solidarität!

Tierrechtsgruppe Zürich, Ende April 2016

Für Klassenkampf und Tierbefreiung – heraus zum 1. Mai!

Prekäre Jobs zu miesen Löhnen, imperialistische Kriege und Naturzerstörung, rassistische Hetze gegen Flüchtlinge und MigrantInnen, die anhaltende Überausbeutung von Frauen: das ist die Bilanz des Klassenkampfes von oben, den die Herrschenden seit der neoliberalen Offensive des Kapitalismus verschärft führen. Gleichzeitig werden für Profit massenhaft Tiere gequält und getötet. Wer als Linker jedoch am 1. Mai, dem Kampftag der ArbeiterInnenklasse, auf die Straße geht und dabei auch für die Befreiung der Tiere eintritt, erntet doppelt schräge Blicke. Die antikapitalistische Linke kann nichts mit Tierbefreiung anfangen und die Tierbefreiungsbewegung kämpft nicht gegen die Lohnknechtschaft. Beide haben aber einen gemeinsamen Gegner, den sie auch gemeinsam bekämpfen müssen: das Kapital.

1. Mai Tierbefreiung Zürich 2016Arbeiter, Natur und Tiere: ausgebeutet, zerstört und getötet für Profit
Allein in Europa werden jedes Jahr hunderte Millionen Tiere – das heißt leidensfähige Individuen – für die Profite der Tierindustrie gezüchtet und gemästet, um unter Qualen Milch zu produzieren oder in den Schlachthöfen getötet zu werden. In den Experimenten der Pharmaindustrie werden sie brutal gequält, die Bekleidungsindustrie tötet sie für die Leder- und Pelzproduktion, und in Zoos und Zirkussen müssen sie nach regelmäßiger Folter ihr Publikum belustigen.
Die Fleischindustrie verschwendet Ressourcen, ist für einen großen Teil des CO2-Ausstoßes und damit den Klimawandel verantwortlich, vergiftet Böden sowie Grundwasser und vernichtet durch billige Exporte von in Europa unverkäuflichen Fleischabfällen unzählige Existenzgrundlagen in der Peripherie des kapitalistischen Weltsystems. Trotzdem inszenieren sich die MagnatInnen des oligopolistisch organisierten Fleischgeschäfts als nachhaltig handelnde UnternehmerInnen – was nicht nur aufgrund der Tötung von Tieren und der Zerstörung der Natur an Sarkasmus grenzt: Auch für die Lohnabhängigen könnte die Situation kaum schlechter sein. Vorwiegend MigrantInnen verrichten zu Hungerlöhnen, unter prekären Arbeitsbedingungen und in oftmals dubiosen Beschäftigungsverhältnissen schwerste Arbeiten – gewerkschaftliche Organisierung hingegen wird vielerorts massiv bekämpft.
Kurzum: Wie keine andere versinnbildlicht die Tierindustrie die Ausbeutung von Menschen und Tieren und die Zerstörung der Natur durch das Kapital.

1. Mai Tierbefreiung 2016 ZürichKeine Tierbefreiung ohne Klassenkampf
Das auf diese Weise ins Unermessliche gesteigerte Tierleid entsteht nicht durch herabsetzendes Denken über Tiere – Speziesismus –, wie manche TierbefreierInnen meinen. Es wird produziert, weil sich mit Würstchen, Koteletts und dergleichen viel Geld verdienen lässt. Um die Tiere zu befreien, reicht es daher nicht aus, für den Antispeziesismus zu werben. Ebenso wenig genügt es, der Tierausbeutung veganen Konsum entgegen zu setzen. Solange sich Geld damit machen lässt, produzieren Unternehmen, mittlerweile selbst Fleischfabrikanten, auch vegan. Die Fleischproduktion nimmt aber dennoch zu. Viele Menschen könnten sich vergleichsweise teure vegane Lebensmittel gar nicht leisten, selbst wenn sie wollten. Vor allem aber wird die Bourgeoisie – solange es den Kapitalismus gibt – alles daran setzen, mit der Ausbeutung der Tiere Gewinne einzufahren. Wer sich nicht dagegen wehren kann, wird dem Kapitalverwertungsprozess einverleibt – weder Mensch, Tier noch Natur sind vor der Logik des Profits sicher.

Kein Klassenkampf ohne Tierbefreiung
TierbefreiungsaktivistInnen werden von antikapitalistischen Linken oft als kleinbürgerliche MoralistInnen oder als naive KonsumboykotteurInnen abgetan. Das mag in einigen Fällen stimmen – wird aber meist bloß zum Anlass genommen, das Leiden der Tiere zu ignorieren und dem Kampf für ihre Befreiung eine Absage zu erteilen. Für jene, die für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Elend streiten, gibt es aber keinen vernünftigen Grund, die Tiere als Objekte der Befreiung vom Kampf gegen die kapitalistische Klassengesellschaft auszunehmen.

Die Revolutionärin Rosa Luxemburg schrieb einst aus dem Gefängnis über einen von Soldaten verprügelten Büffel: »Ich stand davor, und das Tier blickte mich an, mir rannen die Tränen herunter – es waren seine Tränen, man kann um den liebsten Bruder nicht schmerzlicher zucken, als ich in meiner Ohnmacht um dieses stille Leid zuckte.« Sie sah zu Recht keinen Grund darin, die Tiere von Mitgefühl und Solidarität auszuschließen, denn schließlich teilen sie eine wesentliche Gemeinsamkeit mit dem Menschen: die Fähigkeit, zu leiden. An der revolutionären Kraft ihrer Empathie gilt es sich ein Beispiel zu nehmen: Streiten wir für eine Welt, in der Ausbeutung, Krieg und Mord der Vergangenheit angehören, in der dem gesellschaftlich produzierten Leiden ein Ende gesetzt ist!

Gemeinsam für eine befreite Gesellschaft!
Wollen wir eine solche befreite Gesellschaft schaffen, müssen wir mit dem Kapitalismus Schluss machen. Der Klassenkampf muss für alle geführt werden, die unter der Herrschaft des Kapitals leiden und zu seinen Gunsten ausgebeutet werden. Wir müssen also auch für die Tiere kämpfen. Das schaffen wir aber nur, wenn alle antikapitalistischen Kräfte gemeinsam agieren, wenn die revolutionäre Arbeiter-, Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung gemeinsam gegen die Bourgeoisie kämpfen. Der 1. Mai, der Kampftag des Proletariats und aller Revolutionäre, ist ein geeigneter Tag, um mit der solidarischen Zusammenarbeit zu beginnen.

Gehen wir zusammen heraus, auf revolutionäre- und Gewerkschaftsdemos, fordern wir die Enteignung, Vergesellschaftung und die Konversion der Fleischindustrie! Kämpfen wir für eine vernünftige und im Interesse der Gesellschaft organisierten Produktion – für die Versöhnung von Mensch, Tier und Natur.

Bündnis Marxismus und Tierbefreiung

1. Mai | 9:30 Uhr | Revolutionärer Block | Helvetiaplatz Zürich

Text als Pdf

Demo zum internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche

Demo gegen Air France ZürichIm Rahmen des internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche ruft die Tierrechtsgruppe Zürich dazu auf, sich am 23. April 2016 an der Demo gegen Air France-KLM zu beteiligen. Air France-KLM ist die letzte verbleibende Passagierfluggesellschaft, die noch bereit ist Affen für Tierversuche zu transportieren.

Fluggesellschaften wie Air France-KLM sind das Bindeglied zwischen Zuchtfarmen und Versuchslaboren. Für die Logistik der Pharmakonzerne sind die Transporte auf dem Luftweg von entscheidender Bedeutung, da besonders Primaten nicht oder nur sehr eingeschränkt vor Ort gezüchtet werden können. Die Weltweit geführte Kampagne gegen Air France-KLM hat zum Ziel, dieses Bindeglied zu kappen und dem Geschäft mit Versuchstieren einen Riegel zu schieben.

Beteilige dich am Protest! Komm zur Demo am 23. April 2016 um 13:15 Uhr am Flughafen Zürich!

Wer von Tierausbeutung profitiert, dem sei der Widerstand garantiert!

 

 

Broschüre zum antifaschistischen Widerstand in der Ukraine

Broschüre Widerstand Antifaschismus UkraineIn der Ukraine bahnt sich der Neoliberalismus unter Beihilfe der Armee und militarisierter faschistischer Kräfte seinen Weg. Im Donbass zettelte die Poroschenko-Regierung einen Krieg gegen die Bevölkerung in der Bergbau- und Industrieregion an. Die nach Westen orientierte Regierung in Kiew sorgte 2015 unter anderem auch dafür, dass gewerkschaftliche und kommunistische Symboliken und Aktivitäten ganz oder teilweise verboten wurden. Privatisierungsdiktate und Freihandelsabkommen machen der Arbeiterklasse das Leben schwer. Doch es gibt auch Widerstand im ukrainischen Teil des Donezbeckens. Progressiven Widerstand!

Aus der Feststellung heraus, dass dies hierzulande vielen noch unbekannt ist, hat die Tierrechtsgruppe Zürich eine kleine Broschüre zusammengestellt. Die darin versammelten Artikel aus der Tageszeitung junge Welt ermöglichen einen Einblick in den Alltag und die politischen Positionen der Kommunistischen Freiwilligeneinheit 404 der Brigade Prizrak und der von internationalen Antifaschisten gegründeten Organisation InterUnit. Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen und als Link geteilt werden.

 

 

Demo gegen den Transport von Labortieren bei Air France-KLM

Demo gegen Air France ZürichWir treffen uns um 15:45 auf dem Gleis 1 Sektor B des Bahnhofs am Flughafen Zürich. Von dort gehen wir dann gemeinsam zum Air France/KLM-Schalter wo wir von 16:00-16:40 die bewilligte Kundgebung durchführen.

Das Material ist vorhanden, aber Ihr dürft auch gerne Euer eigenes Material mitbringen.

Die Aktion wird zusammen mit der Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres durchgeführt.

Zur Kampagne:
Air France/KLM ist die letzte grosse Passagierfluggesellschaft welche noch Tiere in europäische und amerikanische Versuchslabors fliegt. Nach diesen bis zu 36h langen Transporten erwartet diese Tiere ein Leben voller Qualen bis sie nach Beendigung der Versuche getötet werden.
Die Stop Vivisection/Gateway to Hell-Kampagne setzt sich weltweit für ein Ende dieser Transporte ein.

Infos:
stopvivisection.net
gatewaytohell.net

Zum Facebook-Event

Weder Schlachtfelder noch Schlachthäuser!

Eine Delegation der Tierrechtsgruppe Zürich reiste zu Beginn des neuen Jahres an das Liebknecht-Luxemburg-Wochenende 2016 nach Berlin. Nach dem Besuch der internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz der Antikriegszeitung junge Welt am Samstag 9. Januar beteiligten wir uns am Sonntag 10. Januar, zusammen mit Assoziation Dämmerung und anderen marxistischen Genossinnen und Genossen aus der Tierbefreiungsbewegung, an der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Die LL-Demo ist eine jährliche Grossdemonstration zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 ermordeten Kommunisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg – einer der folgeschwersten politischen Morde des 20. Jahrhunderts, gebilligt durch die Arbeiterverräter der reaktionären deutschen Sozialdemokratie und ihrem selbst ernannten „Bluthund“, Kriegsminister Gustav Noske.

Tierrechtsgruppe Zürich Rosa Luxemburg Demo 2016 Berlin

Im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung beteiligten sich dieses Jahr mehr als 14 000 Menschen an der Demonstration. Wir verteilten folgendes Flugblatt und erinnerten daran, das Denken und Wirken von Rosa Luxemburg lebendig zu halten:

 

Weder Schlachtfelder noch Schlachthäuser!

»Rücksichtsloseste revolutionäre Tatkraft und weitherzigste Menschlichkeit, dies allein ist der wahre Odem des Sozialismus. Eine Welt muß umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage; und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.«
– Rosa Luxemburg

Der Name Rosa Luxemburg steht für Positionen, die heute so notwendig sind wie lange nicht: Gegen faule Kompromisse mit der Bourgeoisie, für eine konsequent antiimperialistische Friedenspolitik und Vereinigung aller Kommunistinnen und Kommunisten. Ihre Standpunkte sind jedoch auch untrennbar mit dem verbunden, was Luxemburgs »weitherzigste Menschlichkeit« antrieb: Eine tiefe und unverbrüchliche Solidarität mit den Leidenden, die auch die Tiere einschloss.

Mehr lesen…

Nein zur Mefa! Protest gegen die Messe der Fleischindustrie

Unter dem Motto „Tiere sind keine Ware“ wird am 21. November 2015, am Tag der Eröffnung der Mefa, der Fachmesse für die Fleischwirtschaft, in Basel gegen die Fleischindustrie protestiert. Die Tierrechtsgruppe Zürich ruft mit diesem Text dazu auf, sich der Kundgebung auf dem Claraplatz anzuschliessen!

Protest gegen die Mefa

In der Schweizer Fleischindustrie werden jährlich etwa 62 Millionen Tiere getötet und verarbeitet. Unternehmen wie Bell und Micarna aber auch viele kleinere Firmen erwirtschaften mit dem Leid der Tiere und der Ausbeutung der lohnabhängigen Menschen in ihren Betrieben Umsätze von gesamthaft fast 10 Milliarden Franken. Vom 21. bis 25. November 2015 treffen sich die Profiteure dieser Industrie an der Mefa in Basel. Die Fachmesse ist der grösste und wichtigste Treffpunkt für die Schweizer Fleischbranche. Hier werden Kontakte geknüpft und Geschäfte abgeschlossen. Rund 80 Firmen aus mehreren Ländern stellen an der Mefa ihre Produkte unter anderem aus den Bereichen Schlachttechnologie, Fleischverarbeitung und -verpackung aus. Auch der Schweizer Fleisch Fachverband (SFF) ist mit von der Partie. Als Arbeitgeberverband der Schweizer Fleischindustrie ist er wesentlich mitverantwortlich für die schlechten Arbeitsbedingungen in den hiesigen Schlachthäusern und fleischverarbeitenden Betrieben.

Die Leader der Branche, die Unternehmer, Bosse und Kader der Industrie, treffen sich im Rahmen der Mefa ausserdem zur Schweizerischen Fleisch-Fachtagung, die vom SFF organisiert wird. „Fleisch und Nachhaltigkeit“ wird das Thema der am 24. November stattfindenden Tagung im Congress Center Basel sein. Nicht nur Agrarwissenschaftler werden zur Thematik sprechen, sondern auch Vertreter der Schweizer Fleischindustrie, wie der Leiter des Bereichs „Qualitätsmanagement/Nachhaltigkeit/Tierproduktion“ der Bell Schweiz AG. Die Bell AG ist das umsatzstärkste Unternehmen der Schweizer Fleischbranche und verantwortlich für die Schlachtung von jährlich über 25 Millionen Tieren. Dem SFF geht es bei der Tagung vor allem darum, die verheerenden ökologischen Folgen der Fleischproduktion zu relativieren und ideologisch zu verschleiern. Die aufkeimende Kritik an der Fleischindustrie soll erstickt werden, indem propagiert wird, dass die Fleischindustrie nachhaltig produzieren könne. Damit wird nicht nur verschleiert, dass die Tierindustrie leidensfähige Lebewesen tötet, sondern auch, dass sie für einen grossen Teil der weltweiten Treibhausgas-Emissionen, der Wasserverschwendung und der Zerstörung des Regenwalds verantwortlich ist. Die Fleischindustrie ist notwendig auf die systematische Zerstörung der Natur angewiesen – „Nachhaltigkeit“ ist ihr höchstens ein beliebtes Werbemittel, um ihren Produkten einen grünen Anstrich zu verleihen.

An der Mefa und der Schweizerischen Fleischfachtagung treffen sich also die Bosse der Schweizer Fleischindustrie, um ihre Unternehmen und Waren zu präsentieren und die neuesten Produktionsmittel zur möglichst effektiven Schlachtung und Verarbeitung der Tiere zu verkaufen beziehungsweise zu erstehen. Zudem nutzen sie den Anlass, um ihre Ideologien zu verbreiten und ihr Geschäft mit dem Mord an Tieren zu verschleiern. Die Fleischindustrie und ihre stetig wachsenden Profite basieren auf dem Elend und der industriell organisierten Ermordung von Millionen von Tieren, auf der Ausbeutung von Lohnarbeitenden und der Zerstörung der Natur. Wir wollen das nicht weiter hinnehmen – darum protestieren wir gegen die Mefa und rufen alle progressiven Kräfte dazu auf, sich dem Protest in Basel anzuschliessen!

Solange die Bilanzen stimmen, werden die Profiteure der Schlachtunternehmen allerdings weitermachen wie bisher – Leid und Zerstörung ist für sie nicht von Bedeutung. Wollen wir dies ändern, reicht es daher nicht aus, humanere Schlachtmethoden, bessere Arbeitsbedingungen oder nachhaltigere Produktionsverfahren einzufordern. Erst wenn die Unternehmen sich in den Händen der Produzierenden befinden, können sie auf eine gesellschaftlich nützliche Produktion ohne Leid und Ausbeutung umgestellt werden. Wenn wir also wollen, dass Tiere nicht mehr systematisch ermordet und zu Waren verarbeitet werden, müssen wir für die Enteignung der Tierindustrie einstehen und gegen den Kapitalismus und seine Profiteure den Klassenkampf von unten aufnehmen!

Tierindustrie enteignen – Kapitalismus abschaffen!
Class Struggle – Animal Liberation!

Tierrechtsgruppe Zürich, November 2015

Zum Aufruf als Pdf
Zum Text “Fleischindustrie enteigenen!” der Tierrechtsgruppe Zürich

Protest: TIERE SIND KEINE WARE
Samstag, 21. November 2015
14:00 bis 17:00 Uhr
Claraplatz Basel
Organisiert von der Tierrechtsgruppe Basel und dem Verein Tierschutz in der direkten Demokratie
Zum Facebook-Event

»
Agenda:
3.6.2016, 19:30
» Vegan Café
Zürich
11.6.2016, 12:00
» Antiracup Soletta
Solothurn
1.7.2016, 19:30
» Vegan Café
Zürich
2.7.2016, 11:00
» Dem Schlachten ein Ende setzen – ein Dialog über Marxismus und Tierbefreiung
Dortmund